Bitte um Mithilfe bei Artbestimmung

Fragen und Antworten rund um Landschildkröten und deren Haltung.
beatrompeta
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Bitte um Mithilfe bei Artbestimmung

Beitrag von beatrompeta » 26.04.2012, 20:54

Liebes Forum,

unserer zugelaufenen Schildkröte geht es augenscheinlich gut. Sie frißt Löwenzahn und etwas Klee, sonnt sich unter der UVB-Wärmelampe und nachmittags ab 15.00 Uhr beharrt sie auf einem Spaziergang durch die Wohnung und seit heute auch durch unseren Garten. Schon sehr niedlich, das Tierchen.

Könnt' ihr mir sagen, was das für eine Art von Schildkröte ist? Testudo hermanni? Ostwestöstlicher Diwan? Griechisch, italienisch?

Herzlichen Dank.

Bea
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Kröte
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Beitrag von Kröte » 26.04.2012, 21:39

Hallo Bea,

meiner Meinung nach ist es ein Testudo hermanni boettgeri -Thb Weibchen, ein schönes Tier.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, das sie nicht vermisst wird.
Hast Du Dich schon mit der Behörde in Verbindung gesetzt?
Bitte lasse die SK nicht auf dem Boden in der Wohnung laufen.
Am Boden ist immer Zugluft, die führt bei Schildkröten schnell zu Atemwegserkrankungen (Lungenentzündung).

Gruß Christine
Ich gebe hier meine persönliche Meinung u. Erfahrung weiter.
Da jeder Halter andere Bedingungen vorfindet, kann diese nicht als Patentrezept gesehen werden.

beatrompeta
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Beitrag von beatrompeta » 26.04.2012, 21:53

Liebe Christine,

o.k. mach' ich, keine Spaziergänge mehr auf dem Fußboden wegen der Zugluft, seufz. Hoffentlich bleibt das Wetter jetzt mal warm, dann gehe ich mit ihr in den Garten. Ab mittags hält sie nichts mehr in unserem Terrarium (120x70x60 cm)....Ausbruchsversuche über Ausbruchsversuche.

Ich find' sie auch echt sooo niedlich. Und lieb ist sie auch, keine Beißen, kein Spucken, ganz freundlich.

Die Behörden sind bestens informiert, war zunächst Neuland für die Dame, doch dann kam das Regierungspräsidium Karlsruhe ins Spiel und seitdem kommt Licht ins Dokumentendickicht. Leider haben sie hier keine Schildkrötendatei, so daß man den Besitzer hätte ausfindig machen können. Ich hatte mehrere Anzeigen in der Zeitung und bekam mehrere Anfragen, die Schildkröte zu übernehmen. Allerdings hielten die wenigsten meinen Wunschvorstellungen stand....Voraussichtlich habe ich nun einen guten Platz mit Dauerfreigehege und Frühbeet und Artgenossenanschluß und erfahrenem Halter. Überlassungsvertrag wird behördlich vorbereitet.

Ich habe dabei erfahren, daß es in Achern einen See gibt, wo viele Schildkröten ausgesetzt werden. Was für ein Jammer. Hat das einen Sinn, das dem Regierungspräsidium zu melden??

Herzliche Grüße

Bea Reuter

Kröte hat geschrieben:Hallo Bea,

meiner Meinung nach ist es ein Testudo hermanni boettgeri -Thb Weibchen, ein schönes Tier.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, das sie nicht vermisst wird.
Hast Du Dich schon mit der Behörde in Verbindung gesetzt?
Bitte lasse die SK nicht auf dem Boden in der Wohnung laufen.
Am Boden ist immer Zugluft, die führt bei Schildkröten schnell zu Atemwegserkrankungen (Lungenentzündung).

Gruß Christine

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gunda
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Beitrag von gunda » 26.04.2012, 22:26

Hallo Bea,
es ist ein schönes, sehr altes Testudo hermanni boettgeri Weibchen.
Wenn sie sehr unruhig ist, kann es bedeuten, dass sie Eier legen möchte. Im Terrarium oder auf dem Fußboden ist das nicht möglich. Sie sollte also möglichst schnell in eine artgerechte Umgebung. Toll, dass du dich schon um ein neues Zuhause gekümmert hast!:smile

In dem See werden wohl eher Wasserschildkröten ausgesetzt, bzw. ausgesetzte oder entlaufene Wasserschildkröten wandern dort ein. Dieses Problem gibt es in vielen Gewässern, z.B. auch in unserem Dorfteich. Das Regierungspräsidium wird es kaum interessieren.

LG
Gunda
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beatrompeta
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Tolle Seiten im gundaland, sehr schönes Gehege!

Beitrag von beatrompeta » 26.04.2012, 23:24

Liebe Gunda,
fast wächst sie mir ja noch ans Herz, die Gute.
Es ist eben eine Entscheidung und eine Lebensveränderung, wenn man mit Schildkröten lebt. Über den Sommer wird man wohl so viel wie's geht draußen sein und irgendwas in dem Gehege wurschteln. Ist ja schon wirklich besinnlich und ein schönes Hobby!!!
Wir haben einen von außen zugänglichen, normal hohen, nicht beheizten Raum (ca. 15 qm mit Belüftung) unter dem Balkon (für Gartengeräte etc.). Dort ist es allerdings recht dunkel, es gibt eine mardersichere Tür, wohl nicht mäusesicher, könnte sie da überwintern???

Überleg, überleg, ist das nun ein Wink mit dem Zaunpfahl vom Schicksal, daß ich mal 'ne Spur runterschalten sollte und mich dieser alten Dame hier widmen sollte???

Herzliche Grüße

Bea Reuter
gunda hat geschrieben:Hallo Bea,
es ist ein schönes, sehr altes Testudo hermanni boettgeri Weibchen.
Wenn sie sehr unruhig ist, kann es bedeuten, dass sie Eier legen möchte. Im Terrarium oder auf dem Fußboden ist das nicht möglich. Sie sollte also möglichst schnell in eine artgerechte Umgebung. Toll, dass du dich schon um ein neues Zuhause gekümmert hast!:smile

In dem See werden wohl eher Wasserschildkröten ausgesetzt, bzw. ausgesetzte oder entlaufene Wasserschildkröten wandern dort ein. Dieses Problem gibt es in vielen Gewässern, z.B. auch in unserem Dorfteich. Das Regierungspräsidium wird es kaum interessieren.

LG
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Kröte
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Re: Tolle Seiten im gundaland, sehr schönes Gehege!

Beitrag von Kröte » 27.04.2012, 05:12

beatrompeta hat geschrieben: Wir haben einen von außen zugänglichen, normal hohen, nicht beheizten Raum (ca. 15 qm mit Belüftung) unter dem Balkon (für Gartengeräte etc.). Dort ist es allerdings recht dunkel, es gibt eine mardersichere Tür, wohl nicht mäusesicher, könnte sie da überwintern???

Überleg, überleg, ist das nun ein Wink mit dem Zaunpfahl vom Schicksal, daß ich mal 'ne Spur runterschalten sollte und mich dieser alten Dame hier widmen sollte???
Hallo Bea,

wenn Du das Tier behalten willst, benötigst Du ein großes Freigehege mit beheizbarem Unterschlupf (Frühbeet).
Das müsste dann bald umgesetzt werden, damit die SK dauerhaft im Freiland gehalten werden kann.
Bis zum Winter solltest Du Dir dann Gedanken machen, wo das Tier überwintert wird.
Der Raum unter dem Balkon ist nur dann geeignet, wenn sich die Überwinterungstemperaturen zwischen 3- 6 Grad halten lassen.
Dieser sollte natürlich auch Mäuse/Ratten- sicher sein, o. die "Überwinterungsbox" muss entsprechend abgesichert werden.

Gruß Christine
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Beitrag von gunda » 27.04.2012, 21:59

... auf jeden Fall muss sie so schnell wie möglich nach draußen. Wie eine Stubenschildkröte sieht sie nämlich nicht aus. Sehr wahrscheinlich kommt sie aus artgerechter Haltung und wird schon schmerzlich vermisst. Bei Freilandschildkröten beginnt die Legesaison in diesen Tagen. Das Hin- und Hertragen und das fehlen eines geeigneten Eiablageplatzes kann zu einer Legenot führen, die das Tier das Leben kosten kann.
LG
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beatrompeta
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Beitrag von beatrompeta » 27.04.2012, 22:24

Liebe Gunda,
vielen Dank für die ganzen Hinweise! Wird alles gemacht, morgen 13:00 Uhr kommt sie in ein wunderhübsches, ziehmlich großes, beheiztes-Frühbeet-Gewächshaus-FREIGEHEGE zu 3 weiteren Testudo Hermanni b. (Weibchen). Oje, oje, oje, hoffentlich geht alles gut. Bitte keine Lungenentzündung und keine Legenot. Sie war dann defacto 2,5 Wochen im Terrarium. Erst seit dieser Woche Montag hat sie begonnen so aktiv zu sein. Fahre um 12:00 Uhr mit ihr los. Soll ich noch mit ihr vorher in unseren Garten gehen? Ich würde sie, so habe ich es gestern auch gemacht, in einen Korb setzen und mit ihr raus gehen. Dann könnte sie noch 1 h hier rumkruschteln, ist auch recht groß mit Kräuter und Gebüsch und Versteck en masse. Oder lieber renitent im Terra lassen????
Transportieren würde ich sie in einem großen Karton, mit reichlich Pinienrindensubstrat, Moos und Heu, wohl eher mit Deckel etwas geöffnet.

Werde wohl nochmal die Anzeige hier in die Zeitung setzen und beim Tierheim fragen (wg. rechtmäßigem Besitzer).

Herzliche Grüße

Bea
gunda hat geschrieben:... auf jeden Fall muss sie so schnell wie möglich nach draußen. Wie eine Stubenschildkröte sieht sie nämlich nicht aus. Sehr wahrscheinlich kommt sie aus artgerechter Haltung und wird schon schmerzlich vermisst. Bei Freilandschildkröten beginnt die Legesaison in diesen Tagen. Das Hin- und Hertragen und das fehlen eines geeigneten Eiablageplatzes kann zu einer Legenot führen, die das Tier das Leben kosten kann.
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Beitrag von gunda » 28.04.2012, 12:23

Hallo Bea,
Respekt, dass du alles so gut organisiert hast! :respekt

Die Person, die das Tier jetzt übernimmt, scheint ein mutiger Mensch zu sein. Ich würde ein neues Tier nicht ohne Quarantäne mit meinem Altbestand vergesellschaften. Auch umgekehrt wäre ich alles andere als erbaut, wenn jemand das mit einer entlaufenen Schildkröte aus meinem Bestand tun würde.
Vielleicht weiß das aber der künftige Halter bereits. So wie du die Haltungsbedingungen beschreibst scheint er/sie sich ja auszukennen.

Ich finde es toll, wieviel Mühe du dir mit deinem Findling gegeben hast. Nicht jeder, der eine Schildkröte findet informiert sich gleich in einem Forum :a7 Da hat die alte Dame wirklich Glück gehabt, dass sie übergangsweise bei dir gelandet ist.

LG
Gunda
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Beitrag von nurmi » 28.04.2012, 20:31

Dann oute ich mich jetzt mal. :a9

Pistazie (der Namensvorschlag stammt von Beas kleinem Sohn) ist heute bei mir eingezogen.

Keine Bange, Gunda, selbstverständlich sitzt sie in Quarantäne. Ich habe ihr einen Teil des Geheges und des Gewächshauses abgetrennt. Und nächste Woche werde ich gleich mit ihr zum Herpestest gehen.

Sie ist wirklich ein wunderschönes Tier, und sie hat den Umzugsstress anscheinend locker weggesteckt. Sie hat sich ganz entspannt verhalten, hat gleich gefressen, das Gehege erkundet (aber nicht hektisch), sich erst ne Weile gesonnt und dann in den Halbschatten zurückgezogen, und heute Abend selbst den Weg ins Gewächshaus gefunden.

Bea hat übrigens wirklich Feuer gefangen, will Pistazie behalten und ihr ein artgerechtes Gehege in ihrem Garten bauen, und heute Morgen hat auch ihr Mann sein Einverständnis geäußert. Sie will das aber vor der endgültigen Entscheidung noch einmal in Ruhe mit ihm besprechen.

Deshalb ist Pistazie jetzt erstmal nur in Pflege bei mir. Und ich glaube jetzt schon, dass ich ihr ein wenig nachweinen werde, wenn Bea sie wieder holt. :a9

Auf dem Gehegebild sitzt sie übrigens links vorne, und rechts hinten sieht man ihren mit Halbpalisaden abgeteilten Bereich im Gewächshaus.
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LG Margot

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Beitrag von Kröte » 28.04.2012, 21:27

Hallo,

dann hat es Pistazie ja gut getroffen! :a7

Gruß Christine
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Beitrag von Emils_mama » 28.04.2012, 22:00

Hallo Margot,

bei Dir ist sie also gelandet, so klein ist die Welt. :a7

Pistazie ist bei Dir ganz sicher gut aufgehoben. :a7
LG Ina


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Alles bestens, nur Herkunft weiter unklar!!

Beitrag von beatrompeta » 28.04.2012, 22:12

Hach, freu, alles bestens,
Liebe Gunda,
Pistazie, der Name scheint sich jetzt durchzusetzen, hat wohl eher keine Legenot. Sie verhielt sich nur im Terrarium heute teils unruhig und wollte raus, raus, raus. Kaum war sie draußen, erst bei uns im Garten mit Wahnsinnssonne und später bei Margot wirkte sie sehr in sich ruhend, marschierte locker über die Wiese und schnappte sich das ein oder andere Pflanzchen, wie mir schien, mit Genuß!!! Als es heiß wurde verzog sie sich sich faul in den Schatten und machte alle viere lang. Scheint mir eine recht abgeklärte Dame zu sein.
Wir gehen jetzt in die Planung für das Gehege und werden hier sicher noch öfters im Forum auftauchen und etliche Fragen stellen....freu!
Vielen Dank schon mal für alles. Und ganz besonderen Dank an Margot, die uns die Möglichkeit gibt, Pistazie erstmal artgerecht unterzubringen!!!

Herzlichen Gruß

Bea

Emils_mama hat geschrieben:Hallo Margot,

bei Dir ist sie also gelandet, so klein ist die Welt. :a7

Pistazie ist bei Dir ganz sicher gut aufgehoben. :a7

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Beitrag von nurmi » 29.04.2012, 10:06

Hella hat Pistazie schon "kennen gelernt".
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LG Margot

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Beitrag von nurmi » 03.05.2012, 20:15

Pistazie war heute beim Arzt.

Schon auf der Hinfahrt, aber erst recht dort auf dem Behandlungstisch, hörte ich Atemgeräusche, die ich im Gehege noch nicht bemerkt hatte. Eine Art Pfeifen - nicht bei jedem Atemzug, aber doch recht häufig.

Lt. TA ist es eine Virusinfektion der oberen Atemwege. Weder Lunge noch Bronchien seien betroffen. Sie hat eine Spritze bekommen, und für die Weiterbehandlung habe ich Medis, die ich ihr in den nächsten Tagen geben muss.

Der Herpestest ist oB, und die Kotprobe, die sie freundlicher Weise auf dem Behandlungstisch abgegeben hat, war parasitenfrei.

Wenn in einer Woche die Atemgeräusche nicht weg sein sollten, müssen wir noch einmal hin. Sonst nicht.
LG Margot

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Beitrag von Kröte » 03.05.2012, 21:06

nurmi hat geschrieben: Schon auf der Hinfahrt, aber erst recht dort auf dem Behandlungstisch, hörte ich Atemgeräusche, die ich im Gehege noch nicht bemerkt hatte. Eine Art Pfeifen - nicht bei jedem Atemzug, aber doch recht häufig.
Lt. TA ist es eine Virusinfektion der oberen Atemwege. Weder Lunge noch Bronchien seien betroffen. Sie hat eine Spritze bekommen, und für die Weiterbehandlung habe ich Medis, die ich ihr in den nächsten Tagen geben muss.
Der Herpestest ist oB, und die Kotprobe, die sie freundlicher Weise auf dem Behandlungstisch abgegeben hat, war parasitenfrei.
Wenn in einer Woche die Atemgeräusche nicht weg sein sollten, müssen wir noch einmal hin. Sonst nicht.
Hallo Margot,

woher weiß der TA das die Lunge nicht betroffen ist, wurde geröntgt?
Was und wohin wurde gespritzt?
Ist der Herpestest über Maulabstrich o. über das Blut gemacht worden?
Wer hat den Herpestest gemacht?
Der TA untersucht den Kot selbst auf Parasiten?

Gruß Christine
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Beitrag von gunda » 03.05.2012, 22:22

Hallo Margot,
Ich hoffe, der Tierarzt kennt sich aus. Viele Schildkröten atmen heftiger in ungewohnten Situationen, wenn sie aufgeregt sind. Da kann es auch mal pfeifen, ohen dass gleich ein Virus im Spiel ist.
LG
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Beitrag von nurmi » 04.05.2012, 09:25

Hallo Christine und Gunda,

ich hoffe, dass der TA sich auskennt. Er ist aus der Liste aus dem Menü "Tierärzte" hier in der Kopfleiste des Forums.

Er schaute ihr in den Rachen und sah die infizierten Stellen (und zeigte sie auch mir, aber ich kann nicht sicher behaupten, dass ich sie erkannt habe), und er behauptete vorher schon, das Geräusch höre sich schon so an, als ob es in den oberen Atemwegen entstehe. Geröntgt wurde nicht.

Den Herpestest machte er über eine Blutprobe, und den Kot untersuchte er auch selbst, ja. Er hat ein eigenes Labor.

Welcher Virus es ist, sagte er mir allerdings nicht, und auch nicht was er gespritzt hat und was ich mitbekommen habe. Nur dass es zur Stärkung der Immunabwehr ist. Wohl homöopathische Mittel, er ist u.a. auch Homöopath.

Gespritzt hat er meiner Erinnerung nach in ein Hinterbein.

Gunda, dann werde ich mal heute verstärkt drauf achten, ob ich das Atemgeräusch noch höre, oder ob es evtl. wirklich die Aufregung war.
LG Margot

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Beitrag von Kröte » 04.05.2012, 10:21

Hallo Margot,

sorry, aber für mich hört sich das komisch an.
Alle Medikamente die nicht für eine Nierenbehandlung/Erkrankung bestimmt sind, werden meines Wissens nach in die Vorderbeine o. zwischen Hals und Vorderbein gespritzt.

Der zuverlässigste Weg um Herpes festzustellen, führt über eine Blutuntersuchung. Virusträger weisen in den meisten Fällen Antikörper dagegen auf.
Diese können nur in spezialisierten Labors festgestellt werden
(Quelle: http://www.schildkroeten-sfb.ch/fileadm ... Herpes.pdf )

Wer macht diesen Test?

Jeder auf Schildkröten spezialisierte Tierarzt kann den Tieren Blut abnehmen oder einen Zungenabklatsch anfertigen. Die Ausführung des Antikörpernachweises im Blutserum ist relativ schwierig. Er erfodert ein speziell ausgestattes Labor. Deshalb sind diese Untersuchungen derzeit nur an wenigen Stellen in Deutschland möglich. Dort hin wird eine Blutprobe eingeschickt:
(Quelle: http://www.t-hermanni.de/griech/index.php?id=kra45#test )

Gruß Christine
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AndreaKri
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Beitrag von AndreaKri » 04.05.2012, 11:53

@Christine

Der Link den du da angehängt hast ist ja schon uralt.
Eva Knon hat da die letzten Jahre nichts daran geändert.
Auch unser Tierarzt kann den Herpestest in seinem eigenen Labor machen und da gibt es bestimmt noch viel mehr die mittlerweile auf so einem Stand ind.
Gruß
Angie

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